Housely

Geld & Kosten

Gemeinsame Kosten als Paar: 50/50 oder nach Einkommen?

Sobald ihr zusammenwohnt, stellt sich die Frage: Wer zahlt was? Ein richtiges Modell gibt es nicht, aber eins, das zu euch passt. Hier sind die gängigen Varianten mit einer Beispielrechnung, damit ihr seht, was sie für euch beide bedeuten.

Stand:

Erst klären: Was sind gemeinsame Kosten?

Legt fest, was ihr teilt und was jede Person selbst zahlt. Typisch gemeinsam sind:

  • Miete und Nebenkosten
  • Strom, Internet und Rundfunkbeitrag
  • Lebensmittel und Drogerie
  • Haushaltsgeräte und Einrichtung
  • gemeinsame Ausflüge und Essen gehen, wenn ihr das so wollt

Eigene Sache bleiben meist Handy, Kleidung, Hobbys und eigene Versicherungen. Wichtig ist nur, dass ihr beide dieselbe Liste im Kopf habt.

Die Beispielrechnung

Lena verdient 3.000 € netto, Jonas 2.000 €. Zusammen haben sie 1.800 € gemeinsame Kosten im Monat: 1.150 € Warmmiete, 110 € Strom, 40 € Internet und 500 € für Lebensmittel und Drogerie.

Gemeinsame Kosten von 1.800 € bei 3.000 € und 2.000 € Nettoeinkommen, nach vier Modellen
ModellLena zahltJonas zahltLena behältJonas behält
50/50900 €900 €2.100 €1.100 €
Nach Einkommen (60/40)1.080 €720 €1.920 €1.280 €
Mischmodell1.030 €770 €1.970 €1.230 €
Gleicher Rest1.400 €400 €1.600 €1.600 €
Mischmodell: Miete, Strom und Internet (1.300 €) nach Einkommen, Lebensmittel und Drogerie (500 €) halbe-halbe.

Die Modelle im Vergleich

  • 50/50: Einfach und leicht nachzuvollziehen. Passt gut, wenn ihr ähnlich viel verdient. Bei großem Unterschied bleibt der Person mit weniger Einkommen deutlich weniger übrig: Im Beispiel gibt Jonas 45 % seines Nettos für gemeinsame Kosten aus, Lena 30 %.
  • Nach Einkommen: Jede Person zahlt denselben Anteil ihres Einkommens, im Beispiel 36 %. Das Verhältnis ergibt sich aus den Nettoeinkommen: 3.000 zu 2.000 sind 60 zu 40. Wenn die Gehälter weit auseinandergehen, fühlt sich das für viele gerechter an.
  • Mischmodell: Feste Kosten wie die Miete nach Einkommen, Alltägliches wie Einkäufe halbe-halbe. Ein Kompromiss, den ihr beliebig verschieben könnt.
  • Gleicher Rest: Beide behalten am Ende gleich viel. Das kommt vor allem in Frage, wenn eine Person gerade wenig verdient, zum Beispiel in Elternzeit oder im Studium. Für die Person mit dem kleineren Einkommen ist es das großzügigste Modell.

Und wie fließt das Geld?

Egal welches Modell: Irgendwer muss die Rechnungen bezahlen. Drei Wege sind üblich:

  • Gemeinsames Konto: Beide überweisen ihren Anteil per Dauerauftrag, Miete und Einkäufe laufen darüber. Übersichtlich, aber ihr braucht ein zusätzliches Konto, und was jemand privat vorstreckt, müsst ihr trotzdem ausgleichen.
  • Jeder zahlt mal, am Ende wird ausgeglichen: Wer bezahlt, trägt es ein. Am Monatsende überweist eine Person der anderen die Differenz. Kein neues Konto nötig, dafür braucht ihr eine Liste, der ihr beide traut.
  • Feste Zuständigkeiten: Lena zahlt die Miete, Jonas Einkäufe und Strom. Das klappt, solange die Beträge ungefähr zum gewählten Modell passen, und wird ungenau, wenn sich Preise ändern.

Damit Geld kein Streitthema wird

  • Bei jeder Gehaltsänderung, sonst einmal im Jahr, neu rechnen.
  • Große Anschaffungen vorher absprechen, zum Beispiel alles über 100 €.
  • Zeitnah ausgleichen. Je länger offene Beträge liegen, desto unangenehmer wird das Thema.
  • Jede Person behält einen Betrag, über den sie niemandem Rechenschaft schuldet.

So hilft Housely

Mitschreiben und rechnen übernimmt Housely

Egal für welches Modell ihr euch entscheidet: Housely rechnet mit und zeigt, wer wem wie viel schuldet.

  • Mit Housely Plus eine Standard-Aufteilung im eigenen Verhältnis festlegen, zum Beispiel 60 zu 40
  • Jede einzelne Ausgabe lässt sich immer frei aufteilen, in Prozent oder in Euro, auch ohne Plus
  • Fixkosten wie Miete, Strom und Internet einmal anlegen. Housely trägt sie jeden Monat ein und erinnert vorher
  • Ein Saldo zeigt jederzeit, wer wem wie viel schuldet
  • Ausgleichen per GiroCode, PayPal-Link oder Text. Housely selbst bewegt kein Geld

Zu zweit kostenlos, ohne Werbung. Housely Plus mit eigener Standard-Aufteilung kostet 3,49 € im Monat oder 29,99 € im Jahr, das Jahresabo mit 14 Tagen gratis.

Häufige Fragen

Wie teilt man als Paar die Kosten fair auf?

Die gängigen Modelle sind halbe-halbe, nach Einkommen und ein Mischmodell aus beidem. Bei ähnlichem Verdienst ist 50/50 am einfachsten. Gehen die Einkommen weit auseinander, zahlen bei der Aufteilung nach Einkommen beide denselben Anteil ihres Nettos.

Wie rechnet man die Aufteilung nach Einkommen aus?

Teilt jedes Nettoeinkommen durch das gemeinsame Nettoeinkommen. Bei 3.000 € und 2.000 € sind das 60 % und 40 %. Mit diesem Verhältnis teilt ihr dann die gemeinsamen Kosten.

Brauchen wir ein gemeinsames Konto?

Nein. Es geht auch ohne: Wer bezahlt, trägt es ein, und am Monatsende wird ausgeglichen. Ein gemeinsames Konto lohnt sich eher, wenn ihr viele regelmäßige Zahlungen gemeinsam habt.

Überweist Housely Geld zwischen uns?

Nein. Housely rechnet aus, wer wem wie viel schuldet, und zeigt einen GiroCode oder PayPal-Link. Überweisen tut ihr selbst mit eurer Bank oder PayPal.