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Geld & Kosten

WG-Kasse und Nebenkosten: Geld in der WG fair aufteilen

Geld ist in der WG selten ein großes Thema, bis es eins wird: bei der Nebenkostenabrechnung, beim Auszug oder wenn die Klopapierfrage zum dritten Mal im Gruppenchat landet. Mit ein paar klaren Regeln bleibt es übersichtlich.

Stand:

Miete aufteilen: gleich oder nach Zimmergröße

Sind die Zimmer ungefähr gleich groß, teilt ihr die Miete einfach durch die Zahl der Leute. Gibt es ein großes und ein kleines Zimmer, ist eine Aufteilung nach Fläche fairer. Eine gängige Lösung: Die Gemeinschaftsflächen zahlen alle zu gleichen Teilen, die Zimmer nach Quadratmetern.

Beispiel: eine 3er-WG mit 100 m² und 1.500 € Warmmiete, also 15 € pro Quadratmeter. Die Zimmer haben 20, 16 und 14 m², Küche, Bad, Flur und Wohnzimmer zusammen 50 m².

Miete einer 3er-WG nach Zimmergröße und Gemeinschaftsfläche
PersonZimmerGemeinschaftsflächeMiete
Anna (20 m²)300 €250 €550 €
Ben (16 m²)240 €250 €490 €
Chris (14 m²)210 €250 €460 €
Gemeinschaftsfläche: 50 m² × 15 € = 750 €, geteilt durch drei. Zusammen sind es wieder 1.500 €.

Auch andere Dinge können einfließen, etwa ein Balkon am Zimmer. Wichtig ist, dass alle vor dem Einzug wissen, wie gerechnet wird.

Nebenkosten und die Jahresabrechnung

Strom, Internet und Rundfunkbeitrag laufen monatlich und werden meist gleichmäßig geteilt. Schwieriger ist die Nebenkostenabrechnung des Vermieters. Sie kommt einmal im Jahr, oft mit einer Nachzahlung oder einem Guthaben. Ist in dem Jahr jemand ein- oder ausgezogen, sollte nicht einfach durch die aktuelle Besetzung geteilt werden.

Fairer ist die Aufteilung nach Wohnzeit: Jede Person trägt den Anteil für die Zeit, in der sie im Abrechnungszeitraum dort gewohnt hat. Beispiel: 360 € Nachzahlung für ein Jahr. Anna und Ben waren das ganze Jahr da, Chris ist nach sechs Monaten ausgezogen und Dilan eingezogen.

Nachzahlung von 360 € nach Wohnzeit aufgeteilt
PersonGewohntAnteil
Anna12 Monate120 €
Ben12 Monate120 €
Chris6 Monate (ausgezogen)60 €
Dilan6 Monate (eingezogen)60 €
360 € geteilt durch 36 Wohnmonate ergibt 10 € pro Person und Monat. Ein Guthaben teilt ihr genauso.

Damit das klappt, braucht ihr die Kontodaten von Chris auch nach dem Auszug. Klärt das gleich beim Auszug, zusammen mit den Zählerständen am Umzugstag. Was rechtlich zwischen euch und dem Vermieter gilt, hängt von eurem Mietvertrag ab.

Die WG-Kasse für den Alltag

Klopapier, Spülmittel, Müllbeutel, Putzmittel: Solche Kleinigkeiten einzeln aufzuteilen, lohnt sich nicht. Eine WG-Kasse ist einfacher. Alle zahlen regelmäßig einen festen Betrag ein, zum Beispiel 10 € im Monat, und gemeinsame Verbrauchsartikel werden daraus bezahlt.

  • Bar oder digital: Eine Dose in der Küche funktioniert, solange jemand den Überblick behält. Digital sieht jede Person, was drin ist und wofür es ausgegeben wurde.
  • Klar festlegen, was aus der Kasse bezahlt wird: Putz- und Verbrauchsartikel ja, Lebensmittel eher nicht, weil die Vorlieben zu verschieden sind.
  • Beim Auszug: Den Restbetrag anteilig auszahlen oder in der Kasse lassen. Beides ist in Ordnung, wenn es vorher klar ist.

Einzug und Auszug sauber abrechnen

  • Fixkosten im Umzugsmonat nach Tagen aufteilen, nicht nach ganzen Monaten.
  • Zählerstände am Umzugstag mit Datum notieren.
  • Offene Ausgaben ausgleichen, bevor die Person weg ist.
  • Die Kaution klären: Wer hat wie viel eingezahlt, und wer bekommt was zurück? Eine einfache Lösung ist, dass der Nachmieter seinen Anteil direkt an die Person zahlt, die auszieht.
  • Die Aufgaben im Putzplan an die Nachfolge übergeben. Mehr dazu im Ratgeber WG-Putzplan.

So hilft Housely

Housely rechnet die WG-Finanzen mit

Housely kennt, was in einer WG anders ist: Nicht alle zahlen gleich viel, und es gibt eine gemeinsame Kasse.

  • Ausgaben gleichmäßig oder individuell aufteilen, etwa die Miete nach Zimmergröße
  • Fixkosten wie Miete, Strom und Internet einmal anlegen, sie werden jeden Monat eingetragen
  • WG-Kasse mit eigenem Stand: Einzahlungen und Ausgaben aus der Kasse
  • Mit Housely Plus: die Nebenkostenabrechnung nach eurer Standard-Aufteilung teilen und gleich als Ausgabe buchen
  • Kaution, WLAN, Vermietung und Zählerstände mit Datum an einem Ort
  • Ausgleichen per GiroCode oder PayPal-Link, mit wenigen Überweisungen statt vielen
  • App für iPhone und Android; wer sie nicht hat, macht im Browser mit

Zu zweit ist Housely kostenlos, auch mit mehreren Haushalten. Ab der dritten Person mit eigenem Konto braucht der Haushalt Housely Plus: 3,49 € im Monat oder 29,99 € im Jahr, das Jahresabo mit 14 Tagen gratis. Eine Person kauft es für den Haushalt, und es gilt für alle darin.

Häufige Fragen

Wie teilt man die Miete in einer WG auf?

Bei ähnlich großen Zimmern zu gleichen Teilen. Sind die Zimmer unterschiedlich groß, teilt ihr die Gemeinschaftsflächen gleichmäßig und die Zimmer nach Quadratmetern.

Wie funktioniert eine WG-Kasse?

Alle zahlen regelmäßig einen festen Betrag ein. Daraus werden gemeinsame Verbrauchsartikel wie Klopapier, Spülmittel und Müllbeutel bezahlt. Wichtig ist, dass jede Person sehen kann, wie viel drin ist und wofür es ausgegeben wurde.

Wer zahlt die Nachzahlung, wenn jemand ausgezogen ist?

Fair ist eine Aufteilung nach Wohnzeit: Jede Person übernimmt den Anteil für die Zeit, in der sie im Abrechnungszeitraum dort gewohnt hat. Für ein Guthaben gilt dasselbe. Was rechtlich gilt, hängt von eurem Mietvertrag ab.

Was kostet Housely für eine WG?

Zu zweit ist Housely kostenlos. Ab drei Personen mit eigenem Konto braucht die WG Housely Plus: 3,49 € im Monat oder 29,99 € im Jahr, das Jahresabo mit 14 Tagen gratis. Eine Person kauft es für die WG, und es gilt für alle darin.