Aufgaben & Putzplan
Putzplan für Paare: Hausarbeit fair aufteilen

Streit um den Haushalt entsteht selten wegen einer einzelnen Aufgabe. Meistens geht es darum, dass eine Person mehr im Kopf hat als die andere. Ein Putzplan macht sichtbar, wer was übernimmt, und nimmt euch das ständige Absprechen ab. So baut ihr einen, der zu zweit auch nach dem ersten Monat noch hält.
Stand:
Schritt 1: Alles aufschreiben, was anfällt
Setzt euch einmal zusammen und schreibt jede Aufgabe auf, auch die unsichtbaren. Zum Putzen kommt das, was man leicht übersieht: Geschenke besorgen, Termine ausmachen, Vorräte im Blick behalten, Rechnungen prüfen. Genau diese Planungsarbeit bleibt oft an einer Person hängen, ohne dass es jemand merkt.
- Täglich: Geschirr, aufräumen, kochen
- Wöchentlich: Bad, Küche gründlich, Staubsaugen und Wischen, Müll, Wäsche, Wocheneinkauf
- Alle zwei bis vier Wochen: Bettwäsche wechseln, Kühlschrank ausmisten
- Seltener: Fenster putzen, Backofen, Verträge und Rechnungen prüfen
- Nebenbei: Pflanzen gießen, Geschenke, Termine, Vorräte nachkaufen
Schritt 2: Aufwand zählen, nicht Aufgaben
Fünf Aufgaben gegen fünf Aufgaben klingt fair. Es ist aber keins, wenn auf der einen Seite das Bad steht und auf der anderen das Blumengießen. Gebt jeder Aufgabe eine grobe Einschätzung: leicht, mittel oder schwer. Dabei zählt auch, wie unbeliebt etwas ist.
Fair heißt nicht zwingend 50 zu 50. Wer deutlich mehr Stunden arbeitet oder lange pendelt, übernimmt vielleicht weniger im Haushalt und dafür mehr bei den Kosten. Wichtig ist, dass ihr die Aufteilung gemeinsam gewählt habt und sie sich nicht einfach so ergeben hat.
Schritt 3: Fest verteilen oder abwechseln
Es gibt zwei Wege, und oft funktioniert eine Mischung am besten:
- Fest verteilen: Jede Person hat ihre Aufgaben. Gut für Dinge, die eine Person lieber macht oder besser kann, etwa Wäsche oder den Papierkram.
- Abwechseln: Unbeliebte Aufgaben wie Bad oder Müll wechseln jede Woche. So bleibt nichts dauerhaft an einer Person hängen.
Beispielplan für zwei
So kann ein Wochenplan für Lena und Jonas aussehen. Die unbeliebten Aufgaben wechseln jede Woche, der Rest ist fest verteilt. Über zwei Wochen gerechnet haben beide gleich viel Aufwand.
| Aufgabe | Rhythmus | Aufwand | Woche A | Woche B |
|---|---|---|---|---|
| Bad putzen | wöchentlich | schwer | Lena | Jonas |
| Küche gründlich | wöchentlich | mittel | Jonas | Lena |
| Staubsaugen und wischen | wöchentlich | mittel | Lena | Jonas |
| Müll und Altglas | wöchentlich | leicht | Jonas | Lena |
| Wäsche waschen | wöchentlich | mittel | Lena | Lena |
| Wocheneinkauf | wöchentlich | mittel | Jonas | Jonas |
| Pflanzen gießen | wöchentlich | leicht | Jonas | Jonas |
Damit der Plan nicht nach drei Wochen einschläft
- Festlegen, was „erledigt“ heißt. Bad putzen kann Waschbecken bedeuten oder Waschbecken, Dusche, Toilette und Boden. Einmal kurz absprechen spart viele Diskussionen.
- Tauschen ist erlaubt. Wer diese Woche keine Zeit hat, tauscht. Es muss nur die andere Person wissen.
- Urlaub und Krankheit einplanen. Wer weg ist, setzt aus. Die Aufgabe geht an die andere Person, ohne dass daraus eine Schuld wird.
- Nach einem Monat nachjustieren. Passt die Verteilung noch? Bleibt etwas dauernd liegen? Ein kurzes Gespräch reicht.
- Danke sagen. Klingt banal, hilft aber. Erledigte Hausarbeit sieht man sonst nicht.
So hilft Housely
Ein Putzplan, bei dem jeder mal dran ist
In Housely legt ihr eure Aufgaben einmal an. Wer als Nächstes dran ist, merkt sich die App.
- Aufgaben wiederholen sich täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich, vierteljährlich oder jährlich
- Wechselnde Zuständigkeit: Beim nächsten Mal ist automatisch die andere Person dran
- Aufwand leicht, mittel oder schwer pro Aufgabe. Die Fairness-Ansicht zeigt, wie ihr Aufgaben und Geld im Monat teilt
- Abwesenheit eintragen: Wer im Urlaub oder krank ist, wird übersprungen
- Erinnerungen, wenn etwas fällig ist, und ein „Danke“ für Erledigtes
Zu zweit kostenlos, ohne Werbung.
Häufige Fragen
Wie teilt man Hausarbeit als Paar fair auf?
Schreibt zuerst alle Aufgaben auf, auch Planung und Organisation. Schätzt dann den Aufwand ein und verteilt nach Aufwand, nicht nach Anzahl. Unbeliebte Aufgaben wechseln am besten wöchentlich, den Rest könnt ihr fest verteilen.
Muss es genau 50 zu 50 sein?
Nein. Wenn eine Person deutlich mehr arbeitet oder pendelt, kann eine andere Verteilung fairer sein. Entscheidend ist, dass ihr sie gemeinsam festlegt und ab und zu prüft.
Was tun, wenn der Plan nicht eingehalten wird?
Sprecht darüber, woran es liegt: zu viel auf einmal, unklare Absprachen, falscher Rhythmus? Oft hilft es, den Plan kleiner zu machen oder Aufgaben zu tauschen. Automatische Erinnerungen ersparen außerdem das Nachfragen, das schnell nach Kontrolle klingt.
Was kostet Housely für Paare?
Nichts. Für zwei Personen sind Aufgaben, Ausgaben, Einkaufsliste und drei Fixkosten kostenlos und ohne Werbung. Housely Plus bringt Extras für euren Haushalt, etwa mehr Fixkosten, ältere Einträge, eine eigene Standard-Aufteilung oder Belege scannen.

